Alle Artikel mit dem Schlagwort: Featured

Windows 10 Designprozess, UI Feedback, Continuum

Neben einem ultraknappen Halbfinalspiel der Arminen gab es heute Abend noch ein weiteres Event: Die Microsoft Build 2015.

Es gab bisher einige spannende Dinge zum kommenden Windows 10 für Desktop und Mobile zu hören, aber worauf ich hier gerne hinweisen möchte ist dieser Artikel:

Hier meldet sich Albert Shum zu Wort, vom Windows Phone 7 kommend und jetzt Lead Designer für Windows 10. In seinem Blogbeitrag geht er sehr detailliert auf das Feedback der Nutzer zur Windows Preview ein. Konkret geht es z.B. um die Idee hinter dem Hamburger Menü, welches unter Windows 10 eine bedeutende Rolle spielt. Außerdem beschreibt er die Problematik, welche sich ergibt, wenn man für Mobile und Desktop eine einheitliche Experience schaffen will. Weiterlesen

iOS, Android, Windows Phone und die Ein-Hand-Bedienung

Die Bedienbarkeit eines Smartphones mit nur einer Hand ist für mich ein sehr wichtiges Kriterium. Schließlich benutzte ich es oft unterwegs und nebenbei, während ich mich z.B. mit der anderen Hand in der Bahn festhalte, den Einkaufswagen vor mir herschiebe oder in Vorlesungen den anderen Arm als Kopfkissen benutze. Für einige Menschen mag dieser Punkt nicht so wichtig sein, weil sie Ihrem Smartphone vielleicht stets mit beiden Händen die volle Aufmerksamkeit widmen wollen oder generell mit dem Daumen nicht sehr flexibel sind. Ich schätze aber mal, dass die Ein-Hand-Bedienung für die Mehrheit der Smartphone Benutzer eine große Rolle spielt.

Vor diesem Hintergrund sind aktuell interessante Entwicklungen zu sehen. Während 2008 das erste Android Smartphone HTC Dream noch bei 3,2 Zoll lag, ist man inzwischen mit dem Samsung Galaxy Note II bei unglaublichen 5,55 Zoll angelangt. Windows Phones waren auf eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln beschränkt, so dass die Displaygrößen hier bisher maximal 4,3 Zoll betrug (beim HTC HD7). Allerdings sind ab Windows Phone 8 auch HD Auflösungen erlaubt, weswegen man hier wohl bald mit größeren Displays rechnen darf. Das bisher noch nicht erhältliche Nokia Lumia 920 hat beispielsweise eine Displaygröße von 4,3 Zoll. Nur Apple spielte mit seinen iPhones bisher eine besondere Rolle, denn die Displaydiagonale blieb auch mit der Einführung des Retina Displays seit fünf Jahren unverändert bei 3,5 Zoll. Das geschah aus gutem Grund, schließlich sei diese Bilddiagonale perfekt auf die Reichweite des Daumens ausgelegt, wie dieser bekannte Blogbeitrag vom Designer Dustin Curtis vor einem Jahr anschaulich zeigte. Allerdings weicht Apple nun mit dem neuen iPhones 5 von dieser Taktik ab und bringt ab sofort ein größeres 4 Zoll Display.

Heißt das also, die alten Begründungen mit dem Daumenradius waren falsch? Ich habe mir mal die Mühe gemacht und an meinem Daumen nachgemessen.

Foto gemeinfrei von Mariana Ruiz Villarreal

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Sind Fenster jetzt modern oder nicht? Minimalism

Gerade fiel mir eine Werbung zum neuen Android Tablet von Sony ins Auge. Darin wird auf eine Innovation hingewiesen, nämlich Fenster-Apps. Damit soll es möglich sein, eine zweite Mini-Anwendung zu benutzen, ohne die Haupt-Anwendung zu verlassen. Also beispielsweise den Taschenrechner, ohne die Webseite verlassen zu müssen. Und das besonders tolle, die Mini-App lässt sich auch verschieben!

Auch Samsung versucht seit dem Galaxy Note Fenster-Apps auf Tablets und Smartphones zu etablieren. So soll man parallel einen Film schauen können, während man im Internet surft. Auf dem mobilen Markt eine Innovation mag man meinen, denn die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Weiterlesen

Retina Displays und die wahrgenommene Auflösung

Durch die Vorstellung des neuen großen MacBook Pros ist das Retina Display wieder in aller Munde. Die Auflösung beträgt beachtliche 2.880 x 1.800 Pixel. Damit reiht es sich in die Reihe der bisher bestehenden Retina-Geräte von Apple, dem iPhone 4, iPhone 4S und dem »neuen iPad« (iPad 3) ein. Die Konkurrenz schläft aber nicht, auf High-End Smartphones ist eine HD Auflösung (1.280 x 720 Pixel) inzwischen Standard.

Bei dem ganzen Pixelwahn habe ich mich gefragt, was eigentlich genau die Retina-Displays ausmacht und wie sie sich von der Auflösung her im Vergleich zu anderen Displays schlagen. Denn letztendlich ist »Retina« nichts anderes als eine Marketing-Benamsung der Firma Apple. Schaut man sich die verfügbaren Retina-Displays einmal an, wird klar, dass zwar eine gewisse Auflösung das Ziel ist, diese aber je nach Gerät unterschiedlich ausfällt. Und zwar sehr. Hat das iPhone 4S noch eine Auflösung von 329 ppi, ist die Pixeldichte beim iPad 3 geringer, nämlich 264 ppi. Das neue MacbookPro liegt sogar noch darunter mit 221 ppi. Im Print-Bereich wird zur optimalen Darstellung von Text und Grafiken eine Auflösung von 300 dpi angestrebt. Bei dem heutigen mobilen Spielzeug scheint es keine scharfe Grenze zu geben. Warum ist das so? Auf der Suche nach einer Antwort habe ich einmal selber nachgemessen.

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Die Metro UI – Authentisch digital!

Bevor ich demnächst endlich mal meine Erfahrungen mit dem Nokia Lumia 800 entblöße, gibt es noch einen kleinen Artikel zum Konzept der Microsoftschen Metro UI. Genau, dazu gehören auch diese bunten Kacheln, die man vom Windows Phone kennt und die uns bald in Windows 8 begegnen werden. Ich muss nämlich zugeben, dass sich meine Haltung dazu innerhalb der letzten Monate doch sehr zum Positiven entwickelt hat. Letzte Woche auf der MMT30 gab es dann noch einige interessante Statements zur Metro UI, die ich im Folgenden gerne mal besprechen möchte. Auf die konkrete Umsetzung in Windows 8 und Windows Phone 7 gehe ich hier noch nicht ein.

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Sinn oder nicht Sinn? Wichtige Fragen der App-Konzeption

»Hey, wie können wir daraus eine Smartphone App machen?« So ähnlich dürften viele Kundengespräche beginnen, allerdings wird dabei allzu gerne vergessen, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits einen wichtigen Schritt übersprungen hat.

Gestern hatte ich die Gelegenheit beim 30. Multimediatreff in Köln einigen interessanten Vorträgen lauschen zu können. Neben Microsoft-spezifischen Vorträgen zu Windows Phone, XNA und der Metro UI, kam auch Johannes Fahrenkrug mit einem sehr inspirierenden Vortrag zu mobilen App-Konzeptionen zu Wort. Einer der angesprochenen Punkte wird meiner Meinung nach gerne unter den Tisch gekehrt, nämlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer App.

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Grafiken und ppi – iOS, Retina, Android, Metro UI

Letztens habe ich mir gedacht, dass Apple eigentlich einen intelligenten Weg eingeschlagen hat, um die Display- und Auflösungsdiversitäten zu vermeiden, wie man sie z.B. bei Windows oder Android kennt. Dadurch, dass Betriebssystem und Hardware aus dem gleichen Haus kommen, können unerwünschte Abweichungen gezielt unterbunden werden.

Das Retina Display des iPhone 4 und des gestern vorgestellten »neuen iPads« weist im Bezug auf den jeweiligen Vorgänger eine exakt doppelte Pixelmenge in horizontaler und vertikaler Ebene auf, also eine insgesamt vierfache Pixelanzahl. Einerseits ist so eine Verwendung der niedrig auflösenden Grafiken ohne Skalierungsartefakte möglich und andererseits können hochauflösende Grafiken recht einfach erstellt werden. Bei gleicher ppi müssten so nur zwei Grafiken erstellt werden, einmal normal und hoch aufgelöste.

Aber Pustekuchen, das iPad hat nämlich nicht die gleiche Menge Pixel pro Zoll wie ein iPhone. Hier eine kurze Übersicht der Auflösungen:

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Autobahn-Raser Plakate

Zeichen_282Acht Stunden auf der Autobahn lassen einem genügend Zeit über viele sinnige oder unsinnige Dinge des Lebens nachzudenken, wie zum Beispiel Autobahnwerbung. Nun, ich finde Autobahnwerbung ist die Königsklasse der Plakatwerbung, denn hier muss die Botschaft knallhart kalkuliert und innerhalb minimaler Zeit an den Mann/die Frau gebracht werden. Fährt man auf der Autobahn vernünftige 130 km/h Richtgeschwindigkeit, bleiben einem vielleicht maximal zwei bis drei Sekunden für die Erfassung eines Plakates.

Eine noch größere Herausforderung sind Kampagnen gegen zu schnelles Fahren, die Anti-Raser-Kampagnen. Denn blöderweise hat die Zielgruppe in diesem Fall wegen eben der hohen Geschwindigkeit die geringste Aufmerksamkeitsspanne, welche sich hier unterhalb einer Sekunde bewegen dürfte.

Man stelle sich folgenden Auftrag vor:

»Erstellen Sie ein Plakatdesign, welches einen Raser innerhalb von maximal einer Sekunde dazu bringen soll, Fehler und mögliche Auswirkungen durch das Rasen zu erkennen, diese auf sich zu beziehen, Schuld und Einsicht zu empfinden und sein Verhalten nachhaltig zu beeinflussen.«

Nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Im Folgenden möchte ich mir dazu verschiedene Ansätze anschauen.

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