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Divide et impera – Teile und beherrsche deinen Blog

Supernova Remnant Menagerie, Foto: NASA/ESA/HEIC and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Alles neu macht der Januar Februar. Wir sind nun in Stufe 2 des langatmig angelegten Relaunches von greatestview.de angekommen. Ich habe mich immer daran gestört, dass dieser Blog eine Mischung verschiedenster Inhalte ist, die nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben: Erst war es ein Fotoblog, kurz darauf ein Reiseblog, später kamen Tech-Artikel hinzu, eigene Projekte, und dann noch ganz andere private Dinge, etwa wie ein unaufgeräumtes Kinderzimmer. Was greatestview.de sein soll, habe ich außer über den Namen bisher nicht definiert, doch damit ist nun Schluss.

Aus eins macht zwei

Ab sofort steht greatestview.de für Themen und Projekte aus der Medienwelt. Neben Artikeln zu Film, Fotografie, Musik, Web oder Alltagstechnik werde ich hier meine eigenen Projekte verbloggen. Meine Filmprojekte hatte ich ja schon vor über vier Jahren nach Vimeo ausgelagert. Als nächstes ist nun die Musik dran: Ich bin nun bei SoundCloud zu finden! »Warum das denn nun?«, fragt sich der geneigte Leser. Erstens hat die Einbettung von MP3s im Blog für mich nie so wirklich zufriedenstellend funktioniert, zweitens finde ich ehrlich gesagt den SoundCloud Player ziemlich dufte ;). Natürlich wird das ganze weiterhin hier im Blog eingebettet. Und ob ich für immer bei SoundCloud bleibe… mal sehen. Zur Not ist es ja ein leichtes, die MP3 Dateien zurück in den Blog zu holen. So bedeutet es erst mal weniger Aufwand in der Wartung für mich. Bei Gelegenheit werde ich die Sammlung dort ausbauen, bisher sind die drei Stücke ja noch recht einsam.

Was passiert nun mit den alten und neuen Artikeln, die hier inhaltlich nicht mehr passen? Tadaaa, ich präsentiere Ihnen meinen neuen privaten Blog: nichtinseattle.de. Hier werde ich zukünftig über Themen des Alltags schreiben und ihn hoffentlich auch das ein oder andere Mal als Reiseblog benutzen. Während die Inhalte auf greatestview.de eher neutral gehalten sind, darf es auf nichtinseattle.de auch gerne mal spontan und impulsiv dahergehen. Also merkt euch die Seite schon mal vor. :)

Getreu dem Motto »Ship fast, launch early« kommt es zur Zeit mit dem WordPress Standardtheme Twenty Sixteen daher. Das ist zwar nicht so hübsch, aber immerhin kann es jetzt weitergehen mit dem Bloggen, worauf es ja hauptsächlich ankommt. Zu lange schon liegen Artikel auf der Halde, weil ich nicht dazu kam, die Blogs aufzusplitten.

Wie funktioniert das ganze?

Da wir uns ja nun hier in einem Medien-/Techblog befinden, kann ich auch kurz erklären, wie ich das gemacht habe. :) Erst habe ich versucht die WordPress Multisite Funktion zu verwenden. Das ging soweit auch ganz gut, allerdings funktionierten damit zwei meiner Plugins nicht mehr (Social Networks Auto-Poster und UpdraftPlus). Zwar kann man sich die Multisite Unterstützung erkaufen, aber das war es mir dann doch nicht wert. Der einzige Vorteil wäre für mich gewesen, dass man nur einmal auf die Update Buttons klicken muss, statt zweimal in beiden Blogs. Dem gegenüber standen für mich die vollere Menüleiste und eventuelle Probleme in den Apps. Auch die Migration alter Artikel über die Im-/Exportfunktion war etwas fummelig, weil nicht alle Bilder mitkamen.

Also habe ich mich dazu entschieden einen anderen Weg zu gehen, nämlich greatestview.de komplett zu klonen. Meine Artikel, Mediathek und Revisionen blieben so erhalten, ich musste nur jeweils die nicht benötigten Artikel löschen, bei nichtinseattle.de ein anderes Theme aktivieren, fertig. Ich muss sagen, es fühlt sich sehr gut und rund an. Was ich natürlich jetzt verheimliche ist, dass es eine fiese Arbeit war, die Datenbank aufzuräumen, weil in all den Jahren die Bilder und die Mediathek auseinander gedriftet sind. So waren teilweise Bilder auf dem Server, aber nicht in der Mediathek, oder es waren Bilder in Artikeln verlinkt und andersrum. Zwischendurch habe ich immer wieder versehentlich falsche Bilder gelöscht, zum Glück hatte ich genügend Backups. Das war ein ziemliches Chaos, welches ich am Ende vor allem mit Hilfe des Plugins Image Cleanup übersichtlich lösen konnte. Die alten URLs habe schließlich ich per .htaccess RewriteRule umgeleitet.

Wie geht es weiter?

Das ist natürlich noch nicht alles. Ich habe noch so einige Ideen im Kopf, wie ich die Seiten weiter ausbauen werde, aber alles zu seiner Zeit. Zuerst steht jetzt erst mal wieder das halbwegs regelmäßige Bloggen an der Tagesordnung, gefolgt von einem schönen Theme für nichtinseattle.de.

Kategorie: Blog
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Hi, ich bin Kim, Medienschaffender aus Berlin, der sich gerne mal in neuen spannenden Dingen austobt, seien es Medienprojekte, Weltreisen oder kulinarische Experimente.

3 Kommentare

  1. Du bist crazy! Ich empfinde das ja bis heute als eine der grössten Schönheiten von privaten Blogs, dass es keine inhaltlich formalen Vorgaben gibt und alle möglichen Formen von Inhalten bunt durcheinander zu finden sind.

    Aber nichtinseatle.de ist eine viel zu schöne Domain, um es nicht auszuprobieren. Ich bin sehr gespannt.

  2. Ah. Kleine Ergänzung noch: Ich hatte mal ein WMW-Setup, ein „WordPress-Media-Wiki“ (Götter, das ist ja schon 10 Jahre her!). Das WordPress für alles Geblogge, das Mediawiki für alles Lexikalische. Hab ich aber glaube ich kaum Inhalte drin gehabt und schnell wieder dran gegeben. Was Dich aber nicht demotivieren soll.

  3. Ah, interessant. Ein Mediawiki hatte ich auch mal für Filmprojekte. Gerade das Verlinken ist ja dort super praktisch.
    Mit der Trennung meiner Inhalte fühle ich mich erst mal wohler. Ich glaube inzwischen ist es auch schon wieder ein halbes Jahr her, seitdem ich die Überlegungen gestartet habe :D Ich bin mal gespannt, welcher Blog sich schneller entwickeln wird. Vielleicht blogge ich in zwei Jahren ja nur noch über Berliner Fusion Küche und Häkeldecken, wer weiß.

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