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WordPress kann nun auch Emojis

Grafik: Twitter, CC-BY 4.0

Nach dem Mini-Relaunch ist mir aufgefallen, dass die WordPress Datenbank von damals noch im uralten Latin1 Zeichenformat angelegt war. UTF-8 ist heutzutage aber die Lösung schlechthin, wenn es darum geht eine fast unendliche Zeichenvielfalt möglichst kompatibel und platzsparend abzuspeichern. Der Grund, warum man aber jetzt endlich mal UTF-8 haben will, ist meiner Erfahrung nach eher folgender: Mit UTF-8 kann man Emojis darstellen 😍

Genauer gesagt handelt es sich hier um UTF-8-MB4, welches 1 bis 4 Bytes pro Zeichen abspeichern kann, wohingegen das normale UTF-8 nur 1 bis 3 Bytes pro Zeichen speichert.

Nun unterstützt WordPress ab Version 4.2 offiziell UTF-8-MB4, die perfekte Gelegenheit für ein Update. Nur wie? Die offizielle UTF-8-Update-Anleitung hat bei mir nur zu abgeschnittenen Satzteilen geführt. Es scheint zwar Workarounds dazu zu geben, aber das war mir alles zu umständlich. Einfach in der wp-config.php die Datenbank umgestellt auf utf8mb4, einen SQL Dump in den Texteditor geladen, alles was nach latin1 aussah mit utf8mb4 ersetzt, neu importiert, und es funktionierte! ✌️ Glück gehabt. Scheinbar wurde bisher schon alles irgendwie im UTF-8 gespeichert, obwohl die Datenbank anders konfiguriert war.

Jetzt gibt es jedenfalls schöne Emojis in Artikeln und in den Kommentaren 😊.

Dabei ist mir noch eine kleine Sache aufgefallen: WordPress hängt wohl ab Version 4.2 ein Script und CSS in den Header der Seite, welches checkt, mit welchem Browser man unterwegs ist und davon abhängig die Emojis mit Bildern ersetzt. Eigentlich eine tolle Sache, denn zumindest der Google Chrome hat bisher keine Emojis dargestellt. Wie es aussieht, scheint das aber inzwischen auch dort zu funktionieren 👌, so dass ich das Skript flux ausgebaut habe.

Emojis erzeugt ihr auf dem Mac übrigens mit CTRL+CMD+Leertaste, unter Windows kann man sich mit getemoji.com behelfen.

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Hi, ich bin Kim, Medienschaffender aus Berlin, der sich gerne mal in neuen spannenden Dingen austobt, seien es Medienprojekte, Weltreisen oder kulinarische Experimente.

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