Design und Usability
Schreibe einen Kommentar

Windows 10 und die Sache mit den Icons

Gerade finde ich alle Betriebssysteme dieser Welt schlecht und unausgereift. Das MacBook Air Mid 2012 stürzt die letzten Monate öfter ab, als mein Windows Notebook aus dem Jahr 2010 insgesamt, und mein Windows Arbeitsplatz braucht gefühlte 10 Stunden zum Hochfahren. Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich mir die Entscheidung für mein nächstes neues System von einer lustigen Sache abhängig machen werde: Den Icons von Windows 10!

Ich verfolge ja gerne News rund ums neue Windows 10, vor allem weil hier im Gegensatz zu den anderen System aktuell sehr viel passiert. Teilweise ist es sehr interessant, teilweise tun sich aber auch Abgründe auf. So las ich neulich von der neuen Vorschauversion Build 10125, in der die bisherigen rudimentären Icons ein Update bekommen haben sollten. Löblich, dachte ich, denn die bisherigen Platzhalter hat wohl ein Programmierer-Praktikant in Paint gebaut. Dann musste ich mir erst mal die Augen reiben: Das ganze hatte sich ordentlich verschlimmbessert.

Screenshot: Caschy

Screenshot: Caschy

Schauen wir uns das mal genauer an:

Original Screenshot: Neowin

Original Screenshot: Neowin

Ich komme hier beim schnellen Durchsehen auf 7 (sieben) Icon Varianten:

  1. Neu: mehrfarbig, dreidimensional, 19° Parallelperspektive, Farbverläufe, Schatten (Papierkorb, Laufwerke)
  2. mehrfarbig, dreidimensional, 44° Parallelperspektive, Farbverläufe, Schatten (Ordner)
  3. mehrfarbig, dreidimensional (frühere Windows Icons: Paint, Notepad, nicht im Screenshot zu sehen)
  4. mehrfarbig, flach (Explorer Icon Taskleiste und kleine Icons in der Explorer Navigationsleiste)
  5. einfarbig, dreidimensional, Fluchtpunkt-Perspektive, (neuere Metro Icons: Windows Store, OneNote, Windows Logo)
  6. einfarbig, flach (Alte Metro Icons: Mail, Kalender, Musik)
  7. einfarbig, ohne Farbfläche, nur Kontur (Exposé, Power Button, Zurück Button, Hamburger Icon, teilweise Infobereichsymbole)

Klar handelt es sich hier um eine Vorschauversion, und natürlich werden hier auch A/B Tests gefahren. Und lassen wir uns eine Variante als nötig erklären, um zwischen Metro Apps und nativen Windows Programmen optisch unterscheiden zu können. Auch wenn man das alles einrechnet, sind es einfach viel zu viele Varianten. Eine grafische Konsistenz ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mal zu erahnen; ein homogenes System sieht definitiv anders aus. Und die Erfahrung aus den letzten Windows Versionen sagt mir irgendwie, dass sich zum Release daran nicht viel ändern wird. Das handhabt OS-X deutlich besser.

Das merkwürdige ist: Es wäre so einfach dieses Problem zu lösen. Es müsste nur ein Designer dafür abgestellt werden alle hauseigenen Icons durchzugehen. Dabei kann dieser auch gleich einen endgültigen Icon Design Guide aufsetzen, an den sich alle zu halten haben. Und auch wenn dieser Mensch dafür ein halbes Jahr braucht, das wäre es doch allemal wert.

Vielleicht kommt es ja auch noch dazu. Wenn nicht, wäre es ein Zeichen für mich, dass die Design Verantwortlichkeiten im Konzern nicht geklärt sind und der Bedarf daran nicht erkannt wird. Und das fände ich sehr schade, da Windows Phone mit der Metro Modern UI eine so schöne Vorlage geliefert hat.

PS: 44° Parallelperspektive? Muss das sein? Die war doch schon im Mittelalter nicht mehr modern. 👎


 

Dieser Artikel ist übrigens eine willkommene Ablenkung von der Steuererklärung und zugleich ein Test meines automatisierten Social Media Publishings über ein neues Post Meta Field. 😎

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.