Windows 8 – Eindrücke vom Microsoft Entwicklerforum 09.03.12

Herzlich Willkommen zum Windows 8 Entwickler Forum

Letzten Dienstag habe ich mich mal unter die Menschen auf der CeBIT gemischt und dort vormittags das Windows 8 Entwickler Forum besucht. Hier ging es hauptsächlich darum, Entwickler für Windows 8 und die damit neu eingeführte Metro Oberfläche zu begeistern und Zweifel auszuräumen. Dazu gab es eine kleine Einführung in die Architektur und Design Prinzipien der Metro UI sowie einige dazu passende Codebeispiele.

Was mit der Metro UI und Windows 8 auf einen zukommt, wurde ja schon genügend in anderen Medien erklärt. Anlässlich der Developer Preview hatte ich mich ja auch schon mal mit der Metro UI befasst. Deswegen möchte ich hier nur auf meine persönlichen Highlights eingehen, die für mich recht spannend und neu waren. Das Entwickler Forum war natürlich an Programmierer gerichtet, deswegen wird sich dieser Artikel vorwiegend mit dem technischen Aspekt von Windows 8 beschäftigen. Ein weiterer (kritischer?) Artikel zur Usability wird aber bald auch noch folgen.

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Grafiken und ppi – iOS, Retina, Android, Metro UI 08.03.12

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Foto: Yutaka Tsutano

Letztens habe ich mir gedacht, dass Apple eigentlich einen intelligenten Weg eingeschlagen hat, um die Display- und Auflösungsdiversitäten zu vermeiden, wie man sie z.B. bei Windows oder Android kennt. Dadurch, dass Betriebssystem und Hardware aus dem gleichen Haus kommen, können unerwünschte Abweichungen gezielt unterbunden werden.

Das Retina Display des iPhone 4 und des gestern vorgestellten »neuen iPads« weist im Bezug auf den jeweiligen Vorgänger eine exakt doppelte Pixelmenge in horizontaler und vertikaler Ebene auf, also eine insgesamt vierfache Pixelanzahl. Einerseits ist so eine Verwendung der niedrig auflösenden Grafiken ohne Skalierungsartefakte möglich und andererseits können hochauflösende Grafiken recht einfach erstellt werden. Bei gleicher ppi müssten so nur zwei Grafiken erstellt werden, einmal normal und hoch aufgelöste.

Aber Pustekuchen, das iPad hat nämlich nicht die gleiche Menge Pixel pro Zoll wie ein iPhone. Hier eine kurze Übersicht der Auflösungen:

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Antiquiertes Sensorchaos und Nokias 808 PureView mit 41 Megapixeln 28.02.12

Nokia_808_PureView_feature_camera Bildquelle: nokia.com

Gerade war ich kurzzeitig verwirrt.

Nokia hat auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona ein neues Kamerahandy vorgestellt: Das Nokia 808 PureView enthält eine Carl Zeiss Kamera mit einem 41(!) Megapixel-Sensor! Durch das Downsampling von 7 nebeneinander liegenden Pixeln zu einem einzigen sollen dabei super scharfe 5-8 Megapixel Bilder entstehen; die 41 MP werden nicht direkt ausgegeben. Die Carl Zeiss Optik hat eine Blende von f2.4.

Soweit so verrückt. Bekanntlich machen mehr Megapixel ein Bild eher schlechter (wie beispielsweise die Seite 6mpixel.org postuliert), das kommt auf die Sensorgröße an.

Dann las ich, dass die Sensorgröße 1/1.2 Zoll betragen soll. Kurz nachgerechnet: 1/1.2 Zoll sind 21,16mm! Die bauen einen Sensor mit den Maßen eines Four Thirds ein?? In ein Handy?? Die Kinnlade hing einen Moment in der Luft.

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Nachtrag: Mobiles Scrollen und reale Abbildungen und HTC 27.02.12

In meinem Artikel zu mobilem Scrollen und realen Abbildungen habe ich bereits einige Scroll-Varianten untersucht, wobei Android im Vergleich am schlechtesten abgeschnitten hat. Heute ist mir allerdings ein Video vom neuen HTC One X aufgefallen, in dem tatsächlich ein neues Scrollkonzept auftaucht, was ziemlich interessant ist (zu sehen an der Stelle 1:07).

Die Liste zerbricht beim Erreichen eines Endes quasi in einzelne Segmente. Im Prinzip ähnelt es leicht dem Windows Phone 7 Scrollverhalten, ist aber besser real abbildbar. Ein Nachteil ist natürlich, dass dieser Effekt nur bei Listen funktioniert und nicht beispielsweise im Browser, aber es ist trotzdem schön zu sehen, dass nach innovativen Alternativen gesucht wird.

Autobahn-Raser Plakate 23.02.12

Zeichen_282Acht Stunden auf der Autobahn lassen einem genügend Zeit über viele sinnige oder unsinnige Dinge des Lebens nachzudenken, wie zum Beispiel Autobahnwerbung. Nun, ich finde Autobahnwerbung ist die Königsklasse der Plakatwerbung, denn hier muss die Botschaft knallhart kalkuliert und innerhalb minimaler Zeit an den Mann/die Frau gebracht werden. Fährt man auf der Autobahn vernünftige 130 km/h Richtgeschwindigkeit, bleiben einem vielleicht maximal zwei bis drei Sekunden für die Erfassung eines Plakates.

Eine noch größere Herausforderung sind Kampagnen gegen zu schnelles Fahren, die Anti-Raser-Kampagnen. Denn blöderweise hat die Zielgruppe in diesem Fall wegen eben der hohen Geschwindigkeit die geringste Aufmerksamkeitsspanne, welche sich hier unterhalb einer Sekunde bewegen dürfte.

Man stelle sich folgenden Auftrag vor:

»Erstellen Sie ein Plakatdesign, welches einen Raser innerhalb von maximal einer Sekunde dazu bringen soll, Fehler und mögliche Auswirkungen durch das Rasen zu erkennen, diese auf sich zu beziehen, Schuld und Einsicht zu empfinden und sein Verhalten nachhaltig zu beeinflussen.«

Nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Im Folgenden möchte ich mir dazu verschiedene Ansätze anschauen.

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