WebCam als Kachel oder Lockscreen für Windows Phone 07.10.14

Mal ein kleiner Lückenfüller für Zwischendurch. So sieht aktuell der Lockscreen auf meinem Lumia aus:


Erde aus dem Weltraum als Lockscreen

Und so die dazu gehörige Kachel (die unterste, das oben ist nur ein durchscheinender Hintergrund, den es seit WP8.1 gibt):

Erde aus dem Weltraum als Kachel

Aufnahmen aus dem Weltall fand ich schon immer spannend. Das schöne hieran ist: es ist kein statisches Bild, sondern quasi eine Liveansicht der Erde! Ich hab es so eingestellt, dass sich das Bild jede Stunde aktualisiert. Es ändern sich also die Tag- und Nachtregionen und die Wolkendecke.

Wie funktioniert das? Es hat sich jemand die Mühe gemacht, Nasa-Aufnahmen der Erde und Aufnahmen mehrerer Wettersatelliten zu dieser Ansicht zusammenzufügen (danke an Ben übrigens für den Tipp!). Das ganze kann man sich auf dieser Website ansehen, auch in unterschiedlichen Projektionsarten. Deswegen also nur quasi live, es ist tatsächlich eher eine schicke Simulation. Egal.

Wie bekomme ich nun das Bild auf meinen Lockscreen und in eine Kachel? Ganz einfach, mit der App TileCam. Damit kann man sich beliebige Webcams aufs Telefon holen, indem man eine URL zum sich stetig ändernden Bild übergibt. Der Trick bei der Bild-URL der Erde ist es, hinten eine Raute anzuhängen, wie mir der freundliche Entwickler verriet. Ansonsten gibt der Server einen Fehler zurück.

Bonusnotiz: Für das Desktop Windows 8.1 und die sogenannten Universal Apps sind die Schnittstellen restriktiver, weswegen es die App bisher nur für Windows Phone gibt.

Viel Spaß damit ;)

 

 

Der IE hats nicht leicht. Gravierende Änderungen mit dem Windows Phone 8.1 Update 03.08.14

IE11 im Windows Phone 8.1 Update

Die Geschichte, die der Internet Explorer durchmachen musste, liest sich wie eine kleine Tragödie. Der kleine IE wächst auf, wird ein beliebter Teenager und rebelliert gegen das System. Kleine andere Jungs vermöbelt er, denn er hat ja noch seinen großen Bruder, auf den er sich verlassen kann. Alle guten Vorschriften lässt er links liegen und zieht lieber sein Ding durch. Mit den Jahren verlassen ihn viele Freunde, es gibt halt nettere Jungs und Mädels, die bodenständig und gesetzestreu leben und nicht wild über die Stränge schlagen. Mit dem Alter kommt er ins Grübeln, will nun alles richtig machen. Von nun an möchte er alle Regeln befolgen und sich demütig für ein funktionierendes System für alle einsetzen. Leider bemerkt es nun keiner mehr, denn sie haben alle noch das Bild des rücksichtslosen Teenagers im Kopf. Und sie beschimpfen ihn weiter, weil er nicht die tollen experimentellen Sachen macht, wie seine Konkurrenten.

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Eine Poetry Slam Schablone to go 21.06.14

Book about nice things
Ich mag Poetry Slams, schon seit meiner Studienzeit in Bielefeld. Damals, als das alles noch total unbekannt und underground war, würde man heute behaupten. Gute Slams inspirieren mich, regen zum Nachdenken an, machen eine Menge Spaß. Einige Slammer haben dabei die erstaunliche Fähigkeit immer wieder neue Slam-Stile zu erschaffen und einen damit vom Hocker zu reißen (warum musste ich jetzt gerade an schtzngrmm denken). Leider habe ich das Gefühl, dass diese Innovationsfreude mit den Jahren abgenommen und sich stattdessen ein quasi-Slam-Standard durchgesetzt hat. Dieser zeichnet sich durch eine recht monotone, schnellfließende, fast schon rap-ige Sprechweise aus, welche konstant bis zum Ende beibehalten wird (mit Ausnahme einiger bedeutungsschwangeren Pausen zum Luft holen). Beim letzten Bastard Slam in Kreuzberg waren ca. 80% aller Slams nach diesem Schema aufgebaut! Die Vortragsweise an sich sagt natürlich erst mal nichts über den Inhalt aus. Es gibt hervorragende Slams in diesem, ich taufe es mal Slam-Style. Andersrum ist ein Slam im Slam-Style nicht automatisch ein guter Slam.

Falls man nicht vesteht, was ich damit meine: Ich habe mal versucht einen typischen Slam-Style-Slam nachzubauen (juhu, mein erster »Slam«). In diesem Sinne: Suppe, yippeyeah, stay true!


 

Heute…

entlasse ich die Worte,
vorher völlig ungeordnet,
nun in neuem Licht erscheinen.
Und ich kann es nicht verneinen
einen Sinn zu vermeiden, denn…
unsre Intention,
fast unscheinbar, gar verlorn.

Und red ich doch mit ernster Stimme,
hebe eine Faust gen Himmel,
packe Worte in drei Hüllen,
lasse monotype Bilder spielen.

Mal laut, mal leis,
dann schreiend, dann still.
Die Phrasenwalze, was ein Wunder,
aus blassem Wortteig wird ein bunter.
So kann ich selbst auch heiklen Themen
appellatives Antglitz geben.
Das ist es was ich will.

Nicht…

zu vegessen ist die Stille.
Vorher schnell, und schneller Wille,
nun abrupt der Paus erlegen.
Und ich weiß es ist verwegen,
kann ich doch noch eins ergänzen:
Denn zur letzlichen Vollendung
darf der Großstadt Flair nicht fehlen!
(Und ich kann es nicht verhehlen,
selbst so nahgelegne Reime
für mein Wortwerk fremdzustehlen.)

Eine Nacht, die erwacht,
und sich schwebend leis erhebt,
Um im Rhythmus der Extreme
eine wenig souveräne…
Geschichte zu erzählen.

Oben, tägliche Routinen,
leere Menschen auf den Schienen,
Das Durchstreifen dunkler Nächte
wird zum Kunstobjekt erhoben.
Auf der Suche nach der Liebe,
Exerzieren aller Triebe.
Vergessen…

wird doch allzu oft,
dem ganzen etwas Tiefsicht beizumessen.

Schöne Fotografie-Visualisierung 11.08.13

YouTube Preview Image

Unabhängig von der Marke (und dem meiner Meinung nach besten Kamera-Smartphone des Jahres) wird in diesem Werbespot in beeindruckender Art die Entstehung eines Digitalfotos visualisiert. Die Photonen des Xenon-Blitzes werden in Super Slowmotion vom Objekt zurückgeworfen, passieren den Shutter und das Linsensystem, um dann auf den mechanischen Bildstabilisator zu treffen, sich auf den 41 Megapixel Sensor zu verteilen und am Ende über das Pentile Display ausgegeben zu werden. Diese ganzen Vorgänge sind sehr technisch und komplex, und werden dem Laien trotzdem recht simpel vermittelt. Beim mehrmaligen Betrachten sind mir jedenfalls keine groben Fehler aufgefallen. Ein hervorragendes Beispiel für die einfache Visualisierung eines komplexen Systems.

Nicht nur konzeptionell, auch technisch ist dieses Video hervorragend. Seien es die Beleuchtung, die Texturen oder die Kameraführung. Da werden die Designer sehr lange dran gearbeitet haben.

Einziger Kritikpunkt

Die Lichtstimmung am Ende des Videos bricht sehr stark mit dem Anfang (ab Minute 1:14). Die Licht- und Schatten-fokussierte Anfangssequenz wird plötzlich abgelöst durch platt beleuchtete Produktdarstellungen. Außerdem schleichen sich so drei Fehler ein: Weiterlesen…

Web-Prototyping mit CodePen statt JSFiddle 14.07.13

Prototyping mit CodePen

Heute gibt es mal einen Schwang aus der Welt des Frontend Developments.

Als HTML, CSS und Javascript Jongleur komme ich oftmals in die Situation, dass ich kleine Skripte oder Elemente austesten, in kleinem Rahmen Prototypen oder Module entwickeln oder einfach anderen Leuten Code zeigen möchte. Damit man sich dafür nicht mit lästigen Nebensächlichkeiten wie der Dateiverdrahtung, einem korrekten HTML Dokument oder Preprozessoren umherschlagen muss, gibt es inzwischen mehrere Webapps, die einem den Großteil an Arbeit dafür abnehmen.

Die Mutter aller Online Prototyping Tools ist jsfiddle.net. Hier gibt es die Möglichkeit direkt im <body>-Tag mit HTML loszulegen, einfach Bibliotheken hinzuzufügen oder Javascript zu coden mit einer integrierten Ergebnisvorschau. So sieht das ganze aus: Weiterlesen…