Das neue Windows 10 User Interface – Erkenntnisse aus dem Designprozess 25.01.15

Joe Belfiore

Puh, da ist die Katze nun aus dem Sack, jedenfalls ein kleines Stück mehr. Am 21. Januar wurden neue Details zum kommenden Windows 10 vorgestellt, darunter HoloLens, Cortana, Spartan Browser, Surface Hub, usw. Tolle neue Dinge to come!

Was mich persönlich aber am meisten interessiert hat, war das neue User Interface von Windows 10. Denn es soll zukünftig einheitlich für alle Geräteklassen funktionieren, also für Smartphones, Tablets, bis hin zu PCs und XBox. Spannend, denn bisher hat das bei einem identischen System noch keiner hinbekommen.

Der Kraut und Rüben Wuchs in der Bedienung und viele fehlende nützliche Kleinigkeiten in Windows Systemen waren bisher der Grund, warum ich mich lieber vor ein Mac OS X setze. Windows Phone mit einem endlich bis in alle Ecken durchdachten User Interface machte Hoffnungen darauf, dass mit dem kommenden Windows 10 endlich alles mal einheitlich funktioniert.

Mir sind besonders ein paar Punkte aufgefallen, fangen wir mal an: Weiterlesen…

DB Navigator Logo mal andersrum 09.01.15

Eigentlich wollte ich mir nur mal die Logos der Apps Navigator, Flinkster und Call a Bike von der Deutschen Bahn nebeneinander anschauen. Dann beim Umdrehen des Telefons… ach seht selbst :)

DB Navigator Flinkster Call a Bike Logo auf dem Kopf

WebCam als Kachel oder Lockscreen für Windows Phone 07.10.14

Mal ein kleiner Lückenfüller für Zwischendurch. So sieht aktuell der Lockscreen auf meinem Lumia aus:


Erde aus dem Weltraum als Lockscreen

Und so die dazu gehörige Kachel (die unterste, das oben ist nur ein durchscheinender Hintergrund, den es seit WP8.1 gibt):

Erde aus dem Weltraum als Kachel

Aufnahmen aus dem Weltall fand ich schon immer spannend. Das schöne hieran ist: es ist kein statisches Bild, sondern quasi eine Liveansicht der Erde! Ich hab es so eingestellt, dass sich das Bild jede Stunde aktualisiert. Es ändern sich also die Tag- und Nachtregionen und die Wolkendecke.

Wie funktioniert das? Es hat sich jemand die Mühe gemacht, Nasa-Aufnahmen der Erde und Aufnahmen mehrerer Wettersatelliten zu dieser Ansicht zusammenzufügen (danke an Ben übrigens für den Tipp!). Das ganze kann man sich auf dieser Website ansehen, auch in unterschiedlichen Projektionsarten. Deswegen also nur quasi live, es ist tatsächlich eher eine schicke Simulation. Egal.

Wie bekomme ich nun das Bild auf meinen Lockscreen und in eine Kachel? Ganz einfach, mit der App TileCam. Damit kann man sich beliebige Webcams aufs Telefon holen, indem man eine URL zum sich stetig ändernden Bild übergibt. Der Trick bei der Bild-URL der Erde ist es, hinten eine Raute anzuhängen, wie mir der freundliche Entwickler verriet. Ansonsten gibt der Server einen Fehler zurück.

Bonusnotiz: Für das Desktop Windows 8.1 und die sogenannten Universal Apps sind die Schnittstellen restriktiver, weswegen es die App bisher nur für Windows Phone gibt.

Viel Spaß damit ;)

 

 

Der IE hats nicht leicht. Gravierende Änderungen mit dem Windows Phone 8.1 Update 03.08.14

IE11 im Windows Phone 8.1 Update

Die Geschichte, die der Internet Explorer durchmachen musste, liest sich wie eine kleine Tragödie. Der kleine IE wächst auf, wird ein beliebter Teenager und rebelliert gegen das System. Kleine andere Jungs vermöbelt er, denn er hat ja noch seinen großen Bruder, auf den er sich verlassen kann. Alle guten Vorschriften lässt er links liegen und zieht lieber sein Ding durch. Mit den Jahren verlassen ihn viele Freunde, es gibt halt nettere Jungs und Mädels, die bodenständig und gesetzestreu leben und nicht wild über die Stränge schlagen. Mit dem Alter kommt er ins Grübeln, will nun alles richtig machen. Von nun an möchte er alle Regeln befolgen und sich demütig für ein funktionierendes System für alle einsetzen. Leider bemerkt es nun keiner mehr, denn sie haben alle noch das Bild des rücksichtslosen Teenagers im Kopf. Und sie beschimpfen ihn weiter, weil er nicht die tollen experimentellen Sachen macht, wie seine Konkurrenten.

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Eine Poetry Slam Schablone to go 21.06.14

Book about nice things
Ich mag Poetry Slams, schon seit meiner Studienzeit in Bielefeld. Damals, als das alles noch total unbekannt und underground war, würde man heute behaupten. Gute Slams inspirieren mich, regen zum Nachdenken an, machen eine Menge Spaß. Einige Slammer haben dabei die erstaunliche Fähigkeit immer wieder neue Slam-Stile zu erschaffen und einen damit vom Hocker zu reißen (warum musste ich jetzt gerade an schtzngrmm denken). Leider habe ich das Gefühl, dass diese Innovationsfreude mit den Jahren abgenommen und sich stattdessen ein quasi-Slam-Standard durchgesetzt hat. Dieser zeichnet sich durch eine recht monotone, schnellfließende, fast schon rap-ige Sprechweise aus, welche konstant bis zum Ende beibehalten wird (mit Ausnahme einiger bedeutungsschwangeren Pausen zum Luft holen). Beim letzten Bastard Slam in Kreuzberg waren ca. 80% aller Slams nach diesem Schema aufgebaut! Die Vortragsweise an sich sagt natürlich erst mal nichts über den Inhalt aus. Es gibt hervorragende Slams in diesem, ich taufe es mal Slam-Style. Andersrum ist ein Slam im Slam-Style nicht automatisch ein guter Slam.

Falls man nicht vesteht, was ich damit meine: Ich habe mal versucht einen typischen Slam-Style-Slam nachzubauen (juhu, mein erster »Slam«). In diesem Sinne: Suppe, yippeyeah, stay true!


 

Heute…

entlasse ich die Worte,
vorher völlig ungeordnet,
nun in neuem Licht erscheinen.
Und ich kann es nicht verneinen
einen Sinn zu vermeiden, denn…
unsre Intention,
fast unscheinbar, gar verlorn.

Und red ich doch mit ernster Stimme,
hebe eine Faust gen Himmel,
packe Worte in drei Hüllen,
lasse monotype Bilder spielen.

Mal laut, mal leis,
dann schreiend, dann still.
Die Phrasenwalze, was ein Wunder,
aus blassem Wortteig wird ein bunter.
So kann ich selbst auch heiklen Themen
appellatives Antglitz geben.
Das ist es was ich will.

Nicht…

zu vegessen ist die Stille.
Vorher schnell, und schneller Wille,
nun abrupt der Paus erlegen.
Und ich weiß es ist verwegen,
kann ich doch noch eins ergänzen:
Denn zur letzlichen Vollendung
darf der Großstadt Flair nicht fehlen!
(Und ich kann es nicht verhehlen,
selbst so nahgelegne Reime
für mein Wortwerk fremdzustehlen.)

Eine Nacht, die erwacht,
und sich schwebend leis erhebt,
Um im Rhythmus der Extreme
eine wenig souveräne…
Geschichte zu erzählen.

Oben, tägliche Routinen,
leere Menschen auf den Schienen,
Das Durchstreifen dunkler Nächte
wird zum Kunstobjekt erhoben.
Auf der Suche nach der Liebe,
Exerzieren aller Triebe.
Vergessen…

wird doch allzu oft,
dem ganzen etwas Tiefsicht beizumessen.