Schöne Fotografie-Visualisierung 11.08.13

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Unabhängig von der Marke (und dem meiner Meinung nach besten Kamera-Smartphone des Jahres) wird in diesem Werbespot in beeindruckender Art die Entstehung eines Digitalfotos visualisiert. Die Photonen des Xenon-Blitzes werden in Super Slowmotion vom Objekt zurückgeworfen, passieren den Shutter und das Linsensystem, um dann auf den mechanischen Bildstabilisator zu treffen, sich auf den 41 Megapixel Sensor zu verteilen und am Ende über das Pentile Display ausgegeben zu werden. Diese ganzen Vorgänge sind sehr technisch und komplex, und werden dem Laien trotzdem recht simpel vermittelt. Beim mehrmaligen Betrachten sind mir jedenfalls keine groben Fehler aufgefallen. Ein hervorragendes Beispiel für die einfache Visualisierung eines komplexen Systems.

Nicht nur konzeptionell, auch technisch ist dieses Video hervorragend. Seien es die Beleuchtung, die Texturen oder die Kameraführung. Da werden die Designer sehr lange dran gearbeitet haben.

Einziger Kritikpunkt

Die Lichtstimmung am Ende des Videos bricht sehr stark mit dem Anfang (ab Minute 1:14). Die Licht- und Schatten-fokussierte Anfangssequenz wird plötzlich abgelöst durch platt beleuchtete Produktdarstellungen. Außerdem schleichen sich so drei Fehler ein: Weiterlesen…

Web-Prototyping mit CodePen statt JSFiddle 14.07.13

Prototyping mit CodePen

Heute gibt es mal einen Schwang aus der Welt des Frontend Developments.

Als HTML, CSS und Javascript Jongleur komme ich oftmals in die Situation, dass ich kleine Skripte oder Elemente austesten, in kleinem Rahmen Prototypen oder Module entwickeln oder einfach anderen Leuten Code zeigen möchte. Damit man sich dafür nicht mit lästigen Nebensächlichkeiten wie der Dateiverdrahtung, einem korrekten HTML Dokument oder Preprozessoren umherschlagen muss, gibt es inzwischen mehrere Webapps, die einem den Großteil an Arbeit dafür abnehmen.

Die Mutter aller Online Prototyping Tools ist jsfiddle.net. Hier gibt es die Möglichkeit direkt im <body>-Tag mit HTML loszulegen, einfach Bibliotheken hinzuzufügen oder Javascript zu coden mit einer integrierten Ergebnisvorschau. So sieht das ganze aus: Weiterlesen…

Die perfekte Rasur 30.06.13

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And now for something completely different: Die perfekte Rasur (auch für die Damenwelt interessant).

Früher: Trockenrasierer

In den Zeiten der Dreitagebärte gibt es immer noch Menschen, die eine gründliche und perfekt zelebrierte Rasur zu schätzen wissen. Da ich mit meinem Dreitagebart nicht viel anfangen kann, war ich bisher ein typischer Trockenrasierer. Es geht halt schnell und ist nicht sehr aufwendig: Anschalten, drüber fahren, fertig. Sehr unromantisch, laut und zweckdienlich. Mit der Zeit gaben allerdings meine beiden Rasierer den Geist auf. Bei meinem Philips HQ5812 funktionierte irgendwann nur noch der Langhaarschneider, beim Braun Series 1/190  nur der Scherkopf, die Akkuleistung ging stetig bergab. Austauschteile sind natürlich knapp und/oder teuer, ein Akkuwechsel ist nicht vorgesehen. Irgendwie müssen die Hersteller ja schließlich ihr Geld verdienen. Das merkt man umso mehr, wenn man sich durch die Produktpaletten arbeitet: Selbst die Toprasierer sind aus Plastik, haben keinen Wechselakku, dafür aber eine Säuberungsstation mit teuren Reinigungskartuschen und noch teureren Ersatzscherfolien. Berichte über die Soundoptimierung der Elektrorasierer bestätigen leider, dass Qualität hier eine untergeordnetere Rolle spielt. Neue Features sind die Dinge die zählen, seien sie noch so skurril. Denn damit hebt man sich von der Konkurrenz ab. So kommt es zu Kassenschlagern mit 3D-Kontur-Behaviour oder Moisture-Control-System. Weiterlesen…

iOS 7 – ein Kracher? 10.06.13

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Puh. iOS7. Was soll ich sagen. Gerade noch mit Alleinstellungsmerkmalen von Windows Phone beschäftigt und schon gibt es wieder einen Kracher auf der Apple WWDC 2013.

Versuchen wir mal den ersten Eindruck zu formulieren: Es zeigt sich endlich eine Konsequenz und Designexpertise, die ich von Apple schon vor Jahren erwartet hätte. Die Mischung aus Transitionen, Transluzenz, detailliert abgestimmter Typografie und Rückkehr zum Minimalismus gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut!

Abgesehen davon: Die staunenden Beifallklatscher kann ich an manchen Stellen nicht so ganz verstehen, denn nicht wenig Elemente sind schamlos von der Konkurrenz übernommen worden. Dazu zählt der fast 1:1 kopierte Multitasking Effekt, den es unter Windows Phone schon Jahre gibt, das Control Center, die sich auf einer anderen Ebene bewegenden Hintergrundbilder, die bunte Anmutung. Trotzdem schafft es Apple meiner Meinung nach im Ganzen etwas Neues zu kreieren, Altes zu verbessern, ohne nur stumpf abzugucken. Innovation ohne Seitenblicke funktioniert nun mal nicht. Nun, wir werden bald sehen, ob es auch wirklich als innovativ herausstellt. Die dreiste Kopie des Multitasking Effekts nehme ich ihnen jedenfalls schon übel ;)

Weitgreifende Verbesserungen unter der Haube habe ich allerdings noch nicht ausmachen können, wie zum Beispiel verbesserte Kommunikation zwischen Apps oder die Öffnung für Drittanbietertastaturen, was wiederum Alleinstellungsmerkmale von Android sind.

Windows Phone: unverzichtbare Usability-Features 10.06.13

Je länger ich Windows Phone nutze, desto mehr fällt mir auf, welche Dinge an diesem System in der alltäglichen Nutzung für mich besonders wichtig sind. Das spannende: Es sind auf den ersten Blick Kleinigkeiten, die aber doch in der Häufigkeit die Benutzung extrem stark beeinflussen können. Als Designer sollte man sich dessen bewusst sein und auch vermeintlich kleinsten Aufgabenstellungen genügend Aufmerksamkeit widmen.

Für mich gehören bei Windows Phone dazu vor allem zwei Dinge, die auf anderen Systemen so nicht zu finden sind:

Lumia 800

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