Monate: September 2012

iOS, Android, Windows Phone und die Ein-Hand-Bedienung

Die Bedienbarkeit eines Smartphones mit nur einer Hand ist für mich ein sehr wichtiges Kriterium. Schließlich benutzte ich es oft unterwegs und nebenbei, während ich mich z.B. mit der anderen Hand in der Bahn festhalte, den Einkaufswagen vor mir herschiebe oder in Vorlesungen den anderen Arm als Kopfkissen benutze. Für einige Menschen mag dieser Punkt nicht so wichtig sein, weil sie Ihrem Smartphone vielleicht stets mit beiden Händen die volle Aufmerksamkeit widmen wollen oder generell mit dem Daumen nicht sehr flexibel sind. Ich schätze aber mal, dass die Ein-Hand-Bedienung für die Mehrheit der Smartphone Benutzer eine große Rolle spielt.

Vor diesem Hintergrund sind aktuell interessante Entwicklungen zu sehen. Während 2008 das erste Android Smartphone HTC Dream noch bei 3,2 Zoll lag, ist man inzwischen mit dem Samsung Galaxy Note II bei unglaublichen 5,55 Zoll angelangt. Windows Phones waren auf eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln beschränkt, so dass die Displaygrößen hier bisher maximal 4,3 Zoll betrug (beim HTC HD7). Allerdings sind ab Windows Phone 8 auch HD Auflösungen erlaubt, weswegen man hier wohl bald mit größeren Displays rechnen darf. Das bisher noch nicht erhältliche Nokia Lumia 920 hat beispielsweise eine Displaygröße von 4,3 Zoll. Nur Apple spielte mit seinen iPhones bisher eine besondere Rolle, denn die Displaydiagonale blieb auch mit der Einführung des Retina Displays seit fünf Jahren unverändert bei 3,5 Zoll. Das geschah aus gutem Grund, schließlich sei diese Bilddiagonale perfekt auf die Reichweite des Daumens ausgelegt, wie dieser bekannte Blogbeitrag vom Designer Dustin Curtis vor einem Jahr anschaulich zeigte. Allerdings weicht Apple nun mit dem neuen iPhones 5 von dieser Taktik ab und bringt ab sofort ein größeres 4 Zoll Display.

Heißt das also, die alten Begründungen mit dem Daumenradius waren falsch? Ich habe mir mal die Mühe gemacht und an meinem Daumen nachgemessen.

Foto gemeinfrei von Mariana Ruiz Villarreal

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Sind Fenster jetzt modern oder nicht? Minimalism

Gerade fiel mir eine Werbung zum neuen Android Tablet von Sony ins Auge. Darin wird auf eine Innovation hingewiesen, nämlich Fenster-Apps. Damit soll es möglich sein, eine zweite Mini-Anwendung zu benutzen, ohne die Haupt-Anwendung zu verlassen. Also beispielsweise den Taschenrechner, ohne die Webseite verlassen zu müssen. Und das besonders tolle, die Mini-App lässt sich auch verschieben!

Auch Samsung versucht seit dem Galaxy Note Fenster-Apps auf Tablets und Smartphones zu etablieren. So soll man parallel einen Film schauen können, während man im Internet surft. Auf dem mobilen Markt eine Innovation mag man meinen, denn die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Weiterlesen