Monate: Februar 2012

Antiquiertes Sensorchaos und Nokias 808 PureView mit 41 Megapixeln

Gerade war ich kurzzeitig verwirrt. Nokia hat auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona ein neues Kamerahandy vorgestellt: Das Nokia 808 PureView enthält eine Carl Zeiss Kamera mit einem 41(!) Megapixel-Sensor! Durch das Downsampling von 7 nebeneinander liegenden Pixeln zu einem einzigen sollen dabei super scharfe 5-8 Megapixel Bilder entstehen; die 41 MP werden nicht direkt ausgegeben. Die Carl Zeiss Optik hat eine Blende von f2.4.

Soweit so verrückt. Bekanntlich machen mehr Megapixel ein Bild eher schlechter (wie beispielsweise die Seite 6mpixel.org postuliert), das kommt auf die Sensorgröße an.

Dann las ich, dass die Sensorgröße 1/1.2 Zoll betragen soll. Kurz nachgerechnet: 1/1.2 Zoll sind 21,16mm! Die bauen einen Sensor mit den Maßen eines Four Thirds ein?? In ein Handy?? Die Kinnlade hing einen Moment in der Luft.
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Nachtrag: Mobiles Scrollen und reale Abbildungen und HTC

In meinem Artikel zu mobilem Scrollen und realen Abbildungen habe ich bereits einige Scroll-Varianten untersucht, wobei Android im Vergleich am schlechtesten abgeschnitten hat. Heute ist mir allerdings ein Video vom neuen HTC One X aufgefallen, in dem tatsächlich ein neues Scrollkonzept auftaucht, was ziemlich interessant ist (zu sehen an der Stelle 1:07).

Die Liste zerbricht beim Erreichen eines Endes quasi in einzelne Segmente. Im Prinzip ähnelt es leicht dem Windows Phone 7 Scrollverhalten, ist aber besser real abbildbar. Ein Nachteil ist natürlich, dass dieser Effekt nur bei Listen funktioniert und nicht beispielsweise im Browser, aber es ist trotzdem schön zu sehen, dass nach innovativen Alternativen gesucht wird.

Autobahn-Raser Plakate

Zeichen_282Acht Stunden auf der Autobahn lassen einem genügend Zeit über viele sinnige oder unsinnige Dinge des Lebens nachzudenken, wie zum Beispiel Autobahnwerbung. Nun, ich finde Autobahnwerbung ist die Königsklasse der Plakatwerbung, denn hier muss die Botschaft knallhart kalkuliert und innerhalb minimaler Zeit an den Mann/die Frau gebracht werden. Fährt man auf der Autobahn vernünftige 130 km/h Richtgeschwindigkeit, bleiben einem vielleicht maximal zwei bis drei Sekunden für die Erfassung eines Plakates.

Eine noch größere Herausforderung sind Kampagnen gegen zu schnelles Fahren, die Anti-Raser-Kampagnen. Denn blöderweise hat die Zielgruppe in diesem Fall wegen eben der hohen Geschwindigkeit die geringste Aufmerksamkeitsspanne, welche sich hier unterhalb einer Sekunde bewegen dürfte.

Man stelle sich folgenden Auftrag vor:

»Erstellen Sie ein Plakatdesign, welches einen Raser innerhalb von maximal einer Sekunde dazu bringen soll, Fehler und mögliche Auswirkungen durch das Rasen zu erkennen, diese auf sich zu beziehen, Schuld und Einsicht zu empfinden und sein Verhalten nachhaltig zu beeinflussen.«

Nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Im Folgenden möchte ich mir dazu verschiedene Ansätze anschauen.

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