Jahr: 2012

Windows 8 – Erfahrungsbericht nach über einem Jahr

Achtung: Langer Artikel! Wie meistens hier sind Grundlagenkenntnisse von Vorteil. Wenn man Windows 8 noch nie gesehen hat, kann man sich gerne vorab z.B. den Youtube Kanal von caschy anschauen.

Seit vielen Monaten sammle ich also schon Eindrücke, besuche und verfolge Events zu Windows 8, weil ich das Konzept auf der einen Seite spannend und auf der anderen Seite kritisch sehe. Seit der Developer Preview von vor einem Jahr sehe ich die Entwicklung; und ich muss sagen, es hat sich einiges getan. Dank einer Kooperation unserer Uni hatte ich die Gelegenheit schon etwas früher das finale Windows 8 auszuprobieren. Viele negative Punkte sind inzwischen ausgeräumt, nicht zuletzt durch das letzte große Service-Pack-ähnliche-Update. Aber einige bleiben doch bestehen. Eigentlich hatte ich nun vor, meine Liste mit Vor- und Nachteilen vorzustellen. Über die Preview, die Beta, und die finale Windows 8 Version habe ich eifrig Punkte gesammelt, die mir positiv oder negativ aufgefallen sind. Inzwischen ist die Liste aber so lang geworden, dass es kaum Sinn macht auf jedes Detail einzugehen. Also erzähle ich einfach, was bei mir hängen geblieben ist. Das dürften ja dann logischerweise die Punkte sein, die sich häufig wiederholen und somit wichtig sind.

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Nachtrag Nokia Lumia 920 – Windows Phone 8 Startscreen

Im letzten Artikel zum Lumia 920 hatte ich so meine ersten Zweifel am neuen Startscreen von Windows Phone 8:

Vor allem der Startscreen wirkte etwas befremdlich. Bei der Rückkehr zum selbigen wirkten die Animationen sehr übertrieben und unnötig spielerisch.

Ein Pfeil deutet unter WP7 weiteren Inhalt an.

Ein Pfeil deutet unter WP7 weiteren Inhalt an.

Die Leute vom Windows Smartphones-Blog haben jetzt ein Video gefunden, wo man den neuen Startscreen in Animation sehen kann. Bisher wurde mit einem kleinen Pfeil angedeutet, dass sich rechts von der Kachelansicht noch weiterer Inhalt befindet (nämlich eine Liste aller installierter Apps). Mit einem Wisch kann man den Startscreen zur Seite schieben und die Liste erscheint. Da mit Windows Phone 8 die Kacheln bildschirmfüllend verbreitert werden, ist kein Platz mehr für den Pfeil, das Wischprinzip aber noch dasselbe.

Die Designer bei Microsoft hatten daher wohl die Befürchtung, dass dem Standard-Benutzer gar nicht auffallen könnte, dass sich rechts noch weiterer Inhalt befindet. Deshalb ist in der neuen Animation ein Teil der Liste sichtbar, bevor die Kacheln Ihre Position erreichen. Sehr kurz zu sehen ist dieser Effekt in folgendem russischen Video, z.B. bei Minute 10:50:

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Der Javascript Code Editor ACE und Markdown am Beispiel eines eBay Generators

Heute gibt es mal etwas aus der Webwelt zu berichten. Einmal geht es um die Auszeichnungssprache Markdown und deren Verbindung zum Javascript Code Editor ACE via Showdown. Am Ende gibt es dafür ein Beispielprojekt aus meiner Privatsammlung.

Markdown

Durch Ben und github habe ich diese simple Beschreibungssprache lieben gelernt. Auch der iA Writer setzt auf Markdown als einzige Auszeichnung. Ein mit Markdown formatierter Text ist fast genauso gut lesbar wie einer, der die Formatierung durch ein Programm wie Word durchmachen musste. Der Vorteil: Ein mit Markdown geschriebener Text ist purer Text. Man kann mit ihm machen was man will, denn die Formatierung ist selbst Teil des Textes. Somit ist man mit Markdown unabhängig von Editoren mit Formatierung. Das klingt jetzt komplizierter als es ist, also ein Beispiel:

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iOS, Android, Windows Phone und die Ein-Hand-Bedienung

Die Bedienbarkeit eines Smartphones mit nur einer Hand ist für mich ein sehr wichtiges Kriterium. Schließlich benutzte ich es oft unterwegs und nebenbei, während ich mich z.B. mit der anderen Hand in der Bahn festhalte, den Einkaufswagen vor mir herschiebe oder in Vorlesungen den anderen Arm als Kopfkissen benutze. Für einige Menschen mag dieser Punkt nicht so wichtig sein, weil sie Ihrem Smartphone vielleicht stets mit beiden Händen die volle Aufmerksamkeit widmen wollen oder generell mit dem Daumen nicht sehr flexibel sind. Ich schätze aber mal, dass die Ein-Hand-Bedienung für die Mehrheit der Smartphone Benutzer eine große Rolle spielt.

Vor diesem Hintergrund sind aktuell interessante Entwicklungen zu sehen. Während 2008 das erste Android Smartphone HTC Dream noch bei 3,2 Zoll lag, ist man inzwischen mit dem Samsung Galaxy Note II bei unglaublichen 5,55 Zoll angelangt. Windows Phones waren auf eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln beschränkt, so dass die Displaygrößen hier bisher maximal 4,3 Zoll betrug (beim HTC HD7). Allerdings sind ab Windows Phone 8 auch HD Auflösungen erlaubt, weswegen man hier wohl bald mit größeren Displays rechnen darf. Das bisher noch nicht erhältliche Nokia Lumia 920 hat beispielsweise eine Displaygröße von 4,3 Zoll. Nur Apple spielte mit seinen iPhones bisher eine besondere Rolle, denn die Displaydiagonale blieb auch mit der Einführung des Retina Displays seit fünf Jahren unverändert bei 3,5 Zoll. Das geschah aus gutem Grund, schließlich sei diese Bilddiagonale perfekt auf die Reichweite des Daumens ausgelegt, wie dieser bekannte Blogbeitrag vom Designer Dustin Curtis vor einem Jahr anschaulich zeigte. Allerdings weicht Apple nun mit dem neuen iPhones 5 von dieser Taktik ab und bringt ab sofort ein größeres 4 Zoll Display.

Heißt das also, die alten Begründungen mit dem Daumenradius waren falsch? Ich habe mir mal die Mühe gemacht und an meinem Daumen nachgemessen.

Foto gemeinfrei von Mariana Ruiz Villarreal

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Sind Fenster jetzt modern oder nicht? Minimalism

Gerade fiel mir eine Werbung zum neuen Android Tablet von Sony ins Auge. Darin wird auf eine Innovation hingewiesen, nämlich Fenster-Apps. Damit soll es möglich sein, eine zweite Mini-Anwendung zu benutzen, ohne die Haupt-Anwendung zu verlassen. Also beispielsweise den Taschenrechner, ohne die Webseite verlassen zu müssen. Und das besonders tolle, die Mini-App lässt sich auch verschieben!

Auch Samsung versucht seit dem Galaxy Note Fenster-Apps auf Tablets und Smartphones zu etablieren. So soll man parallel einen Film schauen können, während man im Internet surft. Auf dem mobilen Markt eine Innovation mag man meinen, denn die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Weiterlesen

TV und Scripted Reality

Frauentausch, Mitten im Leben, Germanys next Topmodel,  Einsatz in 4 Wänden usw., Scripted Reality hilft den Produzenten ein mitunter langweiliges Geschehen in abenteuerliche Stories zu verwandeln. Denn so etwas ist heutzutage gefragt wie nie zuvor. Redakteure schreiben sich die Finger wund, Produktionsfirmen ringen bei den großen Sendern um Minuten für Ihre Beiträge, Amateurschauspieler mit klischeehaftem Look werden aus großen Datenbanken abgerufen, um der Day- und Primetime Stoff für unterhaltsame Stunden zu liefern.

An sich ist das ja nichts neues, doch das Ausmaß erstaunt mich immer wieder. Sehr empfehlenswert dazu ist diese halbstündige panorama Reportage vom letzten Jahr über Privatsender, Dokus und Magazinbeiträge. Heute ist mir noch ein Interview mit Frank Franklin Schmidt  über den Weg gelaufen, seines Zeichens Ex Talkshow Moderator, jetzt Scripted Reality Produzent. Und wer abschließend noch wissen möchte, was Tine Wittler als Allround-Talent besonders gut kann, wird hier fündig.

Nokia Maps und WordPress

Denkt man an einen Internetauftritt und die obligatorische Kontaktseite, kam mir bisher als erstes Google Maps in den Sinn. Heute habe ich aber mal wagemutig was neues ausprobiert, nämlich Nokia Maps & Palces, und zwar als WordPress Plugin. Was soll ich sagen. Kostenlos, funktioniert super, sieht frischer aus als Google Maps, superfix eingerichtet ohne API Key. Eingebunden wird das ganze über einen separaten Button in der Artikel-/Seitenansicht im Backend. Für speziellere Sachen gibts weitere Möglichkeiten mit Key.

Hier ein Beispiel:

Here Maps WordPress Plugin

Edit 07.04.2015: Das Nokia Maps Plugin wurde ersetzt durch Here Maps. Da ich es für diesen Blog nicht brauche, bleibt für diesen Beitrag hier nur ein Screenshot.

Retina Displays und die wahrgenommene Auflösung

Durch die Vorstellung des neuen großen MacBook Pros ist das Retina Display wieder in aller Munde. Die Auflösung beträgt beachtliche 2.880 x 1.800 Pixel. Damit reiht es sich in die Reihe der bisher bestehenden Retina-Geräte von Apple, dem iPhone 4, iPhone 4S und dem »neuen iPad« (iPad 3) ein. Die Konkurrenz schläft aber nicht, auf High-End Smartphones ist eine HD Auflösung (1.280 x 720 Pixel) inzwischen Standard.

Bei dem ganzen Pixelwahn habe ich mich gefragt, was eigentlich genau die Retina-Displays ausmacht und wie sie sich von der Auflösung her im Vergleich zu anderen Displays schlagen. Denn letztendlich ist »Retina« nichts anderes als eine Marketing-Benamsung der Firma Apple. Schaut man sich die verfügbaren Retina-Displays einmal an, wird klar, dass zwar eine gewisse Auflösung das Ziel ist, diese aber je nach Gerät unterschiedlich ausfällt. Und zwar sehr. Hat das iPhone 4S noch eine Auflösung von 329 ppi, ist die Pixeldichte beim iPad 3 geringer, nämlich 264 ppi. Das neue MacbookPro liegt sogar noch darunter mit 221 ppi. Im Print-Bereich wird zur optimalen Darstellung von Text und Grafiken eine Auflösung von 300 dpi angestrebt. Bei dem heutigen mobilen Spielzeug scheint es keine scharfe Grenze zu geben. Warum ist das so? Auf der Suche nach einer Antwort habe ich einmal selber nachgemessen.

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